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Weltweit in jedem Club
Die Mitglieder eines Clubs kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Diese Vielfalt gehört zur Zonta-Philosophie: Über den eigenen beruflichen Horizont zu schauen und Einblick in andere Berufe zu bekommen, ist für jedes Mitglied ein persönlicher Gewinn und fördert die gegenseitige Toleranz. In der beruflichen Vielfalt liegt die Stärke der Service-Arbeit, zu der alle Mitglieder mit ihrem Können, Wissen, ihren finanziellen Mitteln und Verbindungen gezielt beitragen.
Mitgliedschaft
In den Clubs treffen sich Frauen, die selbstständig oder in einer verantwortlichen Stellung aktiv berufstätig sind. Zum offiziellen Clubleben gehört ein monatliches Treffen. Jeder Club hat darüber hinaus seine eigenen Aktivitäten, dazu gehören vor allem die Benefizveranstaltungen, außerdem Ausflüge, Gemeinschaftsaktionen mit befreundeten Clubs. Die Erlöse aus den Benefizveranstaltungen fließen in die Club-eigenen Projekte (Verbesserung der Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen).
Der internationale Zusammenhalt
Die Clubs einer Region sind in einer "Area" zusammengefasst. Mehrere Areas
bilden einen "District", von denen es weltweit 32 gibt. Die Gesamtinteressen von Zonta International vertritt und koordiniert der internationale Vorstand - Zonta International Board mit Sitz in Chicago.
Von der Club- bis zur obersten internationalen Ebene nehmen die Amtsträgerinnen ihre Funktionen jeweils für zwei Jahre wahr - ein Biennium. Mit dieser Organisationsform ist sicher gestellt, dass jedes Mitglied auf allen Ebenen an Wahlen und Entscheidungen beteiligt ist: Innerhalb der Areas, der Distrikte und auf internationaler Ebene finden regelmäßig Konferenzen statt, bei denen Delegierte der Clubs - in der Regel die Präsidentinnen für ihre Mitglieder sprechen, abstimmen und am Ende des Bienniums die jeweiligen Nachfolgerinnen wählen. Auf den District Konferenzen werden die neuen Area Directors sowie die District Governors gewählt.
Das wichtigste Treffen ist die alle zwei Jahre stattfindende "Zonta International Convention". Hier werden von den Delegierten aller Clubs der Internationale Vorstand gewählt sowie die Richtlinien für die weitere Arbeit festgelegt.
Gemeinsame Hilfsprojekte weltweit
Damit an Brennpunkten der Not und Benachteiligung den Frauen wirksam und nachhaltig geholfen werden kann, beteiligen sich Zonta Clubs aus der ganzen Welt mit Spenden an ausgewählten Hilfsmaßnahmen. Die Projekte von Zonta International werden vom Vorstand Zonta International ausgewählt und auf der International Convention den Delegierten aller Clubs vorgestellt. Diese stimmen über die Projekte ab. Der Vorstand von Zonta International bringt die Projekte zusammen mit anerkannten internationalen Nicht- Regierungsorganisationen bzw. künftig zunehmend mit UN-Organisationen auf den Weg, überwacht die Entwicklung und berichtet regelmäßig über den Fortgang und die Ergebnisse der Hilfsprojekte.
Hilfe zur Selbsthilfe
Weltweit sind 70 Prozent der Ärmsten Frauen. Zonta hilft mit Mikro-Krediten, handwerklicher Ausbildung, Gründung von Kleinbetrieben. Es werden kontinuierlich Selbsthilfeprojekte für Frauen in ländlichen Regionen von Afrika, Asien und Südamerika unterstützt. Partner ist vor allem UNIFEM, der Entwicklungsfonds der Vereinigten Nationen für die Frau. (Seit Juli 2010 wurden verschiedene UN-Bereiche, die sich mit den Belangen der Gleichbehandlung der Geschlechter befassten, zusammengelegt einer neuen Instanz: UN WOMEN. Hierunter fällt nun auch UNIFEM.)
Hilfe für benachteiligte Mädchen
Von 93 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen, sind ca. 50 Millionen Mädchen. Von 1996 bis 1998 lief in Zusammenarbeit mit UNICEF ein Ausbildungsprojekt für Mädchen in Südafrika, deren Lebensweg bislang durch eine mangelhafte Schulausbildung vorgezeichnet ist. Weitere Projekte folgten in Asien und Südamerika.
Hilfe für ein würdiges Leben
Aktuell sind 15 Millionen Frauen HIV infiziert, jeden Tag sterben 530.000 während der Schwangerschaft oder beim Gebären. Zonta finanziert gemeinsam mit UNICEF Kampagnen gegen Genitalverstümmelung und Kinderehen. Ein aktuelles Projekt ist die Eliminierung der obstetric fistula in Liberia. Diese durch den Gebärvorgang verursachte Verletzung wird operiert, die vorher ausgestoßenen Frauen werden resozialisiert und kehren aufgeklärt in ihre Heimatdörfer zurück, um zukünftig Vorsorgeverhalten zu unterstützen.
In Ruanda beteiligt sich Zonta International an einem medizinischen Mutter-Kind Programm zur Vermeidung der Übertragung von HIV.
Maßnahmen gegen Gewalt
1995 war der Start eines neuen, eigenständigen Service-Projektes ZISVAW, mit
dem Zonta International dazu beitragen will, die Gewalt gegen Frauen und Kinder weltweit zu bekämpfen. Seit der Gründung hat Zonta International Projekte in über 20 Ländern finanziert.
Unter anderen wurden und werden in Zusammenarbeit mit UNIFEM folgende Projekte realisiert: Aktionen zur Vermeidung von Gewalt gegen Frauen in Kambodscha und Ägypten , Maßnahmen gegen Frauenhandel auf dem Balkan, Projekt "safe cities" in San Salvador und Guatemala City.
Beispiele Zonta International ad hoc Hilfsprojekte
Direkthilfen für ungarische Flüchtlinge, Unterkünfte für staatenlose Ausländer,
Ausbildungshilfen für weibliche Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten, mobile
Krankenstationen in Ghana, Sozialstationen in Kolumbien, Brunnen in den Dürrezonen von Sri Lanka, Aufklärung über Beschneidung in Burkina Faso, Nähmaschinen und Hausgeräte für Frauen in vom Tsunami 2004 betroffenen Dörfern, über UNIFEM finanzielle und tätige Unterstützung für Frauen und Mädchen in Haiti.
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