Zonta International Mitgliederbereich
   





10.12.08
Zonta-Musikpreis, 1986 - 2010 : Entstehung - Entwicklung - Erweiterung


Arbeitsgruppe Musik der UNION deutscher ZONTA Clubs

 

 

Zonta-Musikpreis, 1986 -  2010    : Entstehung - Entwicklung - Erweiterung

 

Der Zonta-Musikpreis wurde 1986 durch Initiative der ZC Präsidentin Marie-Luise Pelzer und der AD Liselotte Schellert-Hock ins Leben gerufen. Damals wurden durch Beschluss der Präsidentinnenkonferenz 10.000,-- DM bereitgestellt, um neben sozialen Projekten auch hochbegabte junge Frauen im Bereich Kunst und Kultur zu fördern.

 

Optimale Voraussetzungen für die Auswahl der zu Fördernden ergaben sich für Zonta beim Deutschen Musikrat, als Veranstalter des Deutschen Musikwettbewerbs. Der  Deutsche Musikwettbewerb gilt als der herausragende nationale Wettbewerb für junge professionelle Instrumentalisten und Sänger und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

1986 wurde zum ersten Male eine Musikerin, im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs für Solisten, mit dem Zonta Musikpreis gefördert. Seitdem kann Zonta auf die Organisations-arbeit des renommierten Wettbewerbs bauen, die Ergebnisse der Fachjury nutzen und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat eigenständig entscheiden,  wer die Zonta Förderung erhalten soll. Zonta  International, Area Deutschland förderte bis 1990 hochbegabte Musikerinnen, denen beim Deutschen Musikwettbewerb ein 1. oder 2. Preis zuerkannt wurde. Nach 1990 erhalten Preisträgerinnen oder Stipendiatinnen mit der höchsten Punktzahl den Zonta Musikpreis in Höhe von 7.000,-- DM (Nach Satzungsänderung ermittelt der Deutsche Musikrat nur noch Preisträger und Stipendiaten).

 

Der „ Zonta Musikpreis“ wird 1991 auf der Präsidentinnenkonferenz ins Leben gerufen. Durch die Initiative von Z Gerda Naujoks gehört Zonta nun zu den namentlichen Förderern des Deutschen Musikwettbewerbs (Das Preisgeld wird von Zonta direkt an die Preisträgerinnen gezahlt) und unterstützt nicht –wie vorher- die Fördermassnahmen des Deutschen Musikwettbewerbs. Der Preis wird verbunden mit einem Zonta Benefizkonzert. Durch Abstimmung auf der Präsidentinnenkonferenz 1992 -AD Dr. Ingrid Karnitz-  wurde der Zonta Musikpreis fester Bestandteil der Area-Projekte. 1994 wird die Area Deutschland, auf Betreiben von AD Dr. Ingrid Gräfin zu Solms- Wildenfels, umgewandelt zur Union deutscher Zonta Clubs und damit der Zonta Musikpreis ein Unionspreis.

 

Die Vergabe des Zonta Musikpreises hat bis 1998 jährlich der ZC Bonn mit eigenem Rahmenprogramm gestaltet. Als Musikexpertin und Journalistin hielt bis 1998 Z Jutta Bergengruen, ZC Baden-Baden, den Kontakt mit dem Deutschen Musikrat und stellte jeweils die Verbindung zu den Preisträgerinnen her. Seit 1990 ist Z Gerda Naujoks beauftragt, die ständige Verbindung zum Deutschen Musikrat in Bonn zu halten.

1997 beschliesst das Präsidium des Deutschen Musikrats den Deutschen Musikwettbewerb für Solisten nach Berlin zu verlegen. Im Jahr 2000 folgen weitere Umstrukturierungen: Der Deutsche Musikwettbewerb wird seitdem nur ein Mal jährlich durchgeführt, nun abwechselnd in Bonn (in geraden Jahren, für Kammermusik) und Berlin (in ungeraden Jahren, für Solisten).

                                                                     

Für die Vergabe des Zonta Musikpreises wird 1999 auf der Unionstagung in Nürnberg  –Unionspräsidentin Margrit List-  beschlossen, den Zonta Musikpreis wieder auf  10.000,-DM zu erhöhen. Eine wirkliche Umstrukturierung erfolgt durch Beschlüsse auf der Unionstagung 2000 in Bad-Wildbad  –Unionspräsidentin Karin Saeger- : 

1)  Bildung einer „Arbeitsgruppe Zonta Musikpreis“, bestehend aus:

a)      eine Musikerin (Musikbeauftragte der U.d.Z.C.)

b)      eine Musikerin (stellvertretende Musikbeauftragte der U.d.Z.C.)

c)      eine Beauftragte, die den ständigen Kontakt zum Deutschen Musikrat hält.

Gewählt wurden:          Zu a) Isolde von Müller

                                                Zu b) Prof. Marianne Boettcher

                                                Zu c) Gerda Naujoks  

2)  Um die Förderung hochbegabter Musikerinnen beim Deutschen Musikwettbewerb jährlich kontinuierlich fortsetzen zu können (Der Zonta Musikpreis war 1986 bis 1999 nur beim Deutschen Musikwettbewerb für Solisten vergeben worden), wurde beschlossen, den Zonta Musikpreis auch beim Kammermusik-Wettbewerb zu vergeben, wenn wenigstens eine Frau dem Ensemble angehört.

3)  Der Antrag von Z G. Naujoks und Z I.von Müller, zukünftig das Benefizkonzert in die Area der amtierenden Unionspräsidentin (bisher hatte es immer in Bonn stattgefunden) zu vergeben, wird angenommen.

  4) Der Antrag von Z  I.von Müller, zukünftig fliesse 50% des Reinerlöses aus den Benefiz-konzerten zurück in den Unionsfonds Musik zur Förderung des musikalischen Nachwuchses beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“,  wird angenommen.

 

2001 stimmen die Präsidentinnen schriftlich ab, den Zonta Musikpreis für Kammermusik-Ensemble mit 7.500,-- € auszuloben.

2002 wird der Zonta Musikpreis für Kammermusik-Ensemble zum ersten Mal vergeben und ebenfalls zum ersten Mal der Zonta Musikpreis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Sonderwertung „Zeitgenössische Musik“.

 

Um die Vernetzung der Förderprojekte zu verbessern, wurde auf der Unionstagung 2002 in Bad Homburg  -Unionspräsidentin Elke Johler-Duriez-  einstimmig beschlossen,

1)      die Förderung von Komponistinnen

2)      der jährliche Betrag wird für alle musikalischen Förderprogramme festgesetzt auf 7.500 € .

3)      Die Höhe der einzelnen Preisgelder kann innerhalb des festen Jahresbetrags flexibel (nach Personenzahl des Ensembles; nach Qualifikation; nach Vorliegen einer Komposition) behandelt werden.

Der Antrag der Arbeitsgruppe Musik (Gerda Naujoks, Isolde von Müller) auf zusätzliche Förderung des dirigentischen Nachwuchses innerhalb des mit 7.500€ festgelegten Förderungsbetrages wird auf der Unionstagung 2003 in Homburg / Saar einstimmig angenommen.    

2004 wird der Zonta Musikpreis beim Dirigentenforum erstmals an eine Dirigentin vergeben.

 

Damit ist Zonta auf dem Wege ein umfassendes Netzwerk für Musikförderung aufzubauen:                        

                                    -Musikalische Jugendbildung (Jugend musiziert)  

-Ensemblespiel (Kammermusikwettbewerb)

-Hochbegabten Förderung (Solistinnen)  

-Komponistinnen u Dirigentinnen .

 

Isolde von Müller